Am 30.05. kamen etwa 150 Menschen auf dem ehemaligen MFG-5 Gelände zusammen, um gegen den drohenden Verkauf an die Bundeswehr zu protestieren. Die Kundgebung wurde vom Bündnis Mit friedlichen Grüßen 5 organisiert.
Bereits am Vormittag hatte es eine Demo auf und entlang der Förde gegeben, zu der die Schwentineflotte aufgerufen hatte.
Um 13 Uhr startete dann die Zubringer Demo mit dem Fahrrad vom Kieler Hauptbahnhof gen Norden aus.
Im Voßbrook wurde die Veranstaltung mit einer Rede vom Bündnis für Bezahlbaren Wohnraum eröffnet, die auch einen Überblick zum derzeitigen Status des MFG-5 gab.
Das Mitmach-Theaterstück „Die große Shit-Show“ von der Theartergruppe der Wagengruppe Schlagloch fasste auf äußerst humorvolle Weise die Vorstellung der Ergebnisse des Standortdialogs am 15.04. in der Halle400 zusammen.
Es folgte eine Vorstellung verschiedener Perspektiven auf den drohenden Verkauf des Geländes in einem moderierten Podium. Mit dabei waren wir, Schulstreik gegen Wehrpflicht Kiel, das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum Kiel, das Kieler Friedensforum, die SDAJ Kiel und die DKP Kiel.
Nach dem Podium versammelten sich einige Menschen vor dem wunderbaren Panorama des Uferwegs für ein Solifoto.
Viele Gruppen und Organisationen beteiligten sich mit Ständen und Beiträgen an der Veranstaltung. Der Runde Tisch gegen Rechte Ecken Friedrichsort hatte einen Infostand aufgebaut, an dem über rechte Vorkommnisse im Kieler Norden berichtet wurde und Menschen sich allgemein über die Gefahren von Faschismus informieren konnten. Am Stand von Stadtteilladen Anni Wadle und dem Bündnis Stoppt den Kürzungswahn konnten antimilitaristische Wimpel bedruckt werden. Historisches zum Voßbrook und zu Holtenau allgemein konnte am Infotisch von zeit.fläche entdeckt werden.
Wir selbst hatten wieder den Linoldruckstand aufgebaut und nette Ausmalbüchlein mit Füchsen und Hasen dabei.
Außerdem sorgten drei Bands, die derzeit noch im Gebäude des Jugendtreffs proben können, für einen tollen musikalischen Rahmen.
Nachdem die Veranstaltung gegen Abend offiziell beendet wurde, blieben noch einige Menschen bei der Feuertonne unserer Besetzung und ließen den Tag bei Stockbrot und veganen Würstchen gemeinsam ausklingen.
Bericht vom Workshop „Kriegsschäden sichtbar machen“
Seit Monaten erzählen uns Ex-Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und die Marine, der Verkauf des MFG5-Geländes an die Bundeswehr sei alternativlos: Aufrüstung und Vergrößerung der militärisch genutzten Bereiche in Kiel wären der einzige Weg, die „Landesverteidigung“ zu gewährleisten. Doch sieht die „Zeitenwende“ vor allem den Bau neuer, weltweit einsetzbarer Schiffe und eine offensive Ausrichtung der Marine vor. Dies gilt auch für das Seebataillon, das auf dem MFG5-Gelände stationiert werden soll. Gleichzeitig machte die Marine bei der Infoveranstaltung zum Kieler „Standortdialog“ deutlich: Angriffe auf Zivilist*innen könne sie im Ernstfall sowieso nicht verhindern.
Die Luftbilder Kiels aus 1945 zeigen ziemlich eindrücklich, was passiert, wenn große Bereiche einer Stadt militärisch genutzt werden: Sie wird zur Zielscheibe. Gerade die Marinewerften auf dem Ostufer und der Stützpunkt in der Wik führten dazu, dass riesige Flächen zivil bewohnter Gebiete regelmäßig zerbombt wurden. Doch auch der Flughafen in Holtenau, die Rüstungsbetriebe in Friedrichsort und die Seeflugstation im Vossbrook wurden angegriffen.
Mit den historischen Luftbildern aus dem Vossbrook machten wir uns am Samstag auf den Weg, um einige dieser Bombenkrater mit Sprühkreide nachzuzeichnen. Das war gar nicht so einfach, denn die Krater hatten meist über 8 Meter Durchmesser. Nachdem wir zu Beginn des Workshops einen Input zur Geschichte Kiels im Nationalsozialismus und zur Bombardierung Kiels im 2. Weltkrieg hatten, gab es im Nachgang noch einen kurzen Blick auf aktuelle, durch Luftbilder dokumentierte Zerstörung und Gewalt durch Krieg und Genozid – etwa in der Ukraine, in Palästina oder im Sudan. Klar ist: Was wann wo und wie zerstört wird, hängt maßgeblich vom Kontext ab. Gleich bleibt: Eine Bombardierung hat für die Menschen, Tiere und Pflanzen die an diesem Fleck gelebt, gearbeitet und existiert haben extrem spürbare und langfristige Folgen.
Neben den Bombenkratern im Voßbrook, die sich auf offenen Flächen befanden und heute nicht mehr zu sehen sind, weil sie wieder zugeschoben wurden, sind einige bis heute erhalten. Im alten Wald, direkt neben dem Spazierweg „Eekbrook“, haben wir einen solchen entdecken können. Obwohl etwas Schutt und Müll in ihn gefüllt worden war, ist er aufgrund der Größe und der charakteristischen Form noch gut zu erkennen.
In einer abschließenden Kleingruppenphase tauschten wir uns dazu aus, mit welchen Gefühlen wir aus dem Workshop gehen, welche Folgen mehr Aufrüstung in der Realität für uns hat und was uns wirklich Sicherheit geben kann. Für viele steht fest: Wirkliche Sicherheit kann es in Zeiten von internationalem Kriegseifer und Aufrüstungsdrang nicht geben. Was uns Hoffnung und Mut macht, sind nicht Regierungen, die darin einsteigen, selbst immer weiter aufrüsten und gleichzeitig dem sozialen Bereich die finanzielle Grundlage entziehen. Was uns Hoffnung und Mut macht, sind unsere Mitstreiter*innen und Mitmenschen, die solidarische Netzwerke (in der Nachbarschaft) knüpfen, die trotz allem die Perspektive internationaler Solidarität hochhalten und die diejenigen Unterstützen, die vor Krieg und Bomben fliehen.
Nach dem Workshop haben wir den Abend bei veganer Grillwurst, Getränken und guter Musik verbracht und waren auch das ein oder andere mal in der Förde Baden. Wie schön, dass das (noch) geht auf einem Gelände, welches weder abgesperrt und von Panzern und Soldat*innen belegt ist, noch von Bombenkratern übersäht.
Vergangenen Freitag waren wir gemeinsam mit @fridaysforfuture.kiel auf der Straße, um für mehr Klimaschutz und gegen den Verkauf des MFG5-Geländes sowie Aufrüstung zu demonstrieren!
Wir haben mit unserer Abseilaktion über dem Theodor-Heuss-Ring gezeigt: Klimaschutz heißt Antimilitarismus!
Außerdem konnten wir auf der Startkundgebung auf dem Exerzierplatz eine Rede halten, die ihr im Folgenden lesen könnt:
Wir sitzen auf dem Balkon – unser Blick fällt an den frischen Knospen der beiden wasserseitigen Pappeln vorbei, direkt auf die Förde. Riesige graue Stahlgefährte schleppen sich dort, wie beinahe jeden Tag, durch das Wasser, Richtung Kiel oder hinaus auf die Ostsee.
Seit Ende Oktober letzten Jahres tragen die drei Bäume unser Baumhaus sicher, und helfen damit, die Parolen auf unseren Transpis zu verbreiten: Stadt für alle, statt Rückbau für die Bundeswehr! Seitdem haben wir schon unzählige Kriegsschiffe ein und ausfahren sehen und wurden damit Zeug*innen der zentralen Rolle, die Kiel im Bereich Militär einnimmt. Seien es rasant steigende Börsenkurse von waffenproduzierenden Konzernen wie Thyssen Krupp Marine Systems, die aus Kiel heraus ihre Mordwerkzeuge an kriegsverbrecherische und völkermordende Herrscher wie Erdogan in der Türkei oder Netanyahu in Israel liefern. Seien es militärische Großübungen der NATO, welche die Zusammenarbeit mit Kriegsverbrechen begehenden Armeen normalisieren, die zivile Öffentlichkeit beeinträchtigen und Protest einschüchtern sollen, wie erst im Februar diesen Jahres das Großmanöver mit dem türkischen Drohnenträger Anadolu, welches von Kiel aus in die Ostsee startete. Oder eben die gigantischen Flächen vor allem am Wasser, die in Kiel der Öffentlichkeit versperrt sind – weil sie seit Jahrzehnten der militärischen Nutzung vorbehalten werden.
Diese Rolle soll nun weiter ausgebaut werden: Das MFG5-Gelände und große Flächen in der Wik sollen an die Bundeswehr gehen. Denn laut Ulf Kämpfer bilden wir Kieler*innen und die Marine eine „Schicksalgemeinschaft“.
Außerdem erhofft sich die Stadt Millionen aus dem Sondervermögen, mit denen sich der Haushalt sanieren ließe. Aber wie soll sich Kiel aus der Abhängigkeit von Marine und Rüstung lösen, wenn die Flächen, die für Wohnraum, Gewerbe und einen zivilen Handelshafen vorgesehen sind, verkauft werden? Betroffen vom Verkauf und einer nicht geklärten Zukunft sind nicht nur unsere Nachbar*innen auf dem Gelände: der beliebte Skatepark, der Wagenplatz, der Jugendtreff und 900 geflüchtete Menschen, die ihren Wohnraum verlieren. Auch der Schleusenpark in der Wik ist bedroht, denn der dortige Stützpunkt soll um gut ein Drittel vergrößert werden. Als bei der Info-Veranstaltung letzte Woche Bedenken geäußert wurden, Kiel würde durch die Aufrüstung umso mehr zum militärischen Ziel, reagierte Admiral Meyer knapp: „So schlimm das ist: Heute nimmt keiner mehr Rücksicht auf zivile Ziele, im Gegenteil, sie werden direkt angegriffen.“ Mit anderen Worten: unsere Sorgen sind ihnen egal. Sie können uns eh nicht schützen. Eher knapp sind auch die Aussagen dazu, was die Pläne der Marine für Kiel sind. An die breite Öffentlichkeit gerichtet heißt es meist, sie würden der „Verteidigung“ und „Abschreckung“ dienen. Die militärische Fachpresse und Werbevideos von Bundeswehr und Rüstungsindustrie sprechen dagegen eine andere Sprache: die Marine soll zu weltweiten Einsätzen fähig sein und zwar offensiver, als bisher. Im Zuge dieser Planungen, wird auch das Seebataillon, das auf dem MFG5-Gelände stationiert werden soll, neu ausgerichtet. Wo die Marine dabei das Vorbild für diese 2014 aufgestellte Einheit sieht, zeigt sich auch in der Wahl des Namens. Das Seebataillon geht auf die Kaiserliche Marine zurück und führte damals die weltweiten Kolonialkriege des Kaisers. Es war dabei u.a. an Massakern an Zivilist*innen in China während des sogenannten „Boxeraufstands“ und am Völkermord an den Herero und Nama im heutigen Namibia beteiligt. Der Deckmantel der „Zeitenwende“ wird gerade dazu genutzt, diese Form der Aufrüstung als „alternativlos“ darzustellen und durchzudrücken. Getragen wird sie geschlossen über Parteigrenzen hinweg.
Es ist daher zu erwarten, dass die Politik, für die Ulf Kämpfer steht, von Samet Yilmaz fortgesetzt wird. Regierende auch mit sozialem und grünem Anstrich sind also in dieser Frage keine Partner*innen, sondern Gegner*innen, was auch andere entscheidende politische Felder dieser Zeit zeigen: Sozialkahlschlag, denn die eigentlich mal als ‚Existenzminimum‘ beschlossene Unterstützung für Menschen, die aufgrund von psychsichen Erkrankungen, Behinderungen oder warum auch immer nicht arbeiten können, werden immer weiter gekürzt, gepaart mit ekelhafter öffentlicher Hetze gegen sie im Bundestag und in den Medien. Auch in Kiel wird Soziales, also etwa bezahlbares Kitaessen, Beratungsangebote für geschlechterspezifische Gewalt, behinderte Menschen, Geflüchtete oder auch Freizeitangebote für sozial benachteiligte Kinder massiv gekürzt oder gar gestrichen. Auch im Bereich Klima sehen wir das: Während die Benzinpreise steigen und viele Menschen sich ernsthaft fragen, wie sie zur Arbeit oder zu ihrer Familie kommen sollen, wird nicht etwa kurzerhand das 9€-Ticket oder noch besser ein kostenloser ÖPNV als erwiesenermaßen massentaugliche und schnelle Lösung wieder eingeführt, nein: An der ständigen Verteuerung der Bus- und Bahntickets wird festgehalten, fossiler Individualverkehr in Form von neuen Autobahnen ausgebaut, ebenso wie der Ausbau von erneuerbaren Energien vernachlässigt und fossile, neokoloniale Gasinfrastruktur ausgebaut wird. Die Folgen dieser Politik bekommen Menschen im globalen Süden schon heute zu spüren: Versuchen sie aus den Umständen zu fliehen, die kapitalistische Regierungen vor allem im globalen Norden geschaffen haben – extrem lange Dürreperioden, steigende Meeresspiegel und vermehrt tödliche Wetterextreme wie Hurrikanes und Sturmfluten – treffen sie auf dem Weg in die gemäßigten Klimazonen auf Feindlichkeit und Gewalt.
Mit dem gemeinsamen europäischen Grenzsystem hat auch Deutschland sich auf einem großen weiteren Schritt hin zur völligen Abschaffung des Grundrechts auf Asyl und zum Ausbau der sogenannten Festung Europa beteiligt – unter Führung der sogenannten Fortschrittskoalition. Deutschlands Aufrüstung zielt nicht zuletzt auf diese Menschen. Von unserem Baumhaus aus haben wir aber nicht nur Ausblick auf Kriegsschiffe. Viel häufiger blicken wir auf Segelboote und Menschen, die das Gelände friedlich nutzen. Menschen, die Drachen steigen lassen, Fahrrad fahren, baden, ihre Hunde spazieren führen, selbst spazieren gehen und sich treffen. Jugendliche und Kinder die spielen, skaten oder einfach gemeinsam die Sonne genießen. Auf einer freien Fläche im öffentlichen Raum, die für ganz Kiel einmalig ist. 2250 neue und vor allem bezahlbare Wohnungen sollten hier gebaut werden – Wohnraum, den die Menschen in Kiel dringend brauchen! Noch ist der Verkauf nicht beschlossen. Noch ist kein Vertrag unterzeichnet, der Kiel für viele Jahrzehnte prägen wird. Doch Veränderung geschieht nicht von selbst. Wir wollen keine Aufrüstung, keine Wehrpflicht und kein Gelände für die Bundeswehr. Sagen wir also Kämpfer & Co den Kampf an. Verteidigen wir unsere Freiräume und bereiten ihnen einen heißen Sommer! Dafür lohnt es sich zu streiten, zu besetzen und zu sabotieren, wo immer es geht!
Der Beginn der Atomkastrophe von Tschernobyl jährt sich heute zum 40. Mal. Ein Reaktorunfall mit Strahlenschäden quer durch Europa mit krank machenden Auswirkungen Jahrzehnte danach und akuter Bedrohung bis heute. Wir nehmen dieses traurige Datum zum Anlass, um zu schauen, was das hier mit unserer Besetzung zu tun hat.
Die Geschichte der Atomkraft ist eine militärische. Die Atombombe wurde entwickelt um einen Krieg zu gewinnen und tötete weit über eine halbe Million Menschen, ob bei den Abwürfen in Hiroshima und Nagasaki oder bei den Tests im Bikini-Atoll. Atomkraftwerke wurden gebaut, um Plutonium für Atomwaffen zu erbrüten. Ohne staatliche Subventionierung und Ausnahme von der Versicherungspflicht wäre kein kommerzielles Atomkraftwerk ans Netz gegangen. Noch heute wird die Mär von der friedlichen Atomkraft erzählt, während wir beispielsweise im Iran sehen, dass es immer nur um Waffen geht. Auch in Deutschland steht eine Urananreicherungsanlage in Gronau, nahe der niederländischen Grenze. Die Bundesregierung möchte sie auch nach dem teilweisen Atomausstieg weiter betreiben „weil sie das Ansehen Deutschlands stärkt“. Mit Urananreicherungsanlagen lässt sich aber nicht nur Uran für Atomkraftwerke anreichern, sondern sie sind relativ leicht umbaubar, sodass auch waffenfähiges Uran angereichert werden kann. In Gronau gibt es entsprechende Experimente. Hier in Kiel wurden und werden U-Boote gebaut, in die Atomwaffen eingebaut werden.
So ist die Geschichte der Atomkraft immer auch eine militärische, von ersten Augenblick an bis heute. Ohne militärische Interessen hätte es die Katastrophe in Tschernobyl nicht gegeben, nicht die in Fukushima, nicht die Verseuchung in Majak.
Die Schäden dieser Geschichte betreffen uns alle: Sie betreffen uns, weil Atomwaffen uns bedrohen, aber auch weil niemand weiß wohin mit all dem Atommüll, der noch Millionen Jahre krank machen wird. Noch mehr betreffen sie aber Menschen in (ehemaligen) Kriegsgebieten, wie im Irak, weil dort panzerbrechende Munition aus Uran zahlreiche Gebiete verseucht hat. Sie betreffen die Menschen in der Umgebung von Tschernobyl, die ein um ein vielfaches höheres Risiko haben an Krebs zu erkranken oder die Menschen, die in Uranabbaugebieten leben und dort radioaktiven Staub einatmen, oft ohne dass sie in irgendeiner Weise profitieren vom Profit, der gemacht wird. All das war nicht unsere Entscheidung.
Deshalb stehen wir heute hier um ein weiter so zu verhindern, an die Katastrophe von Tschernobyl und all die Toten dort zu erinnern. Denn der Kampf gegen Atomkraft ist untrennbar mit dem gegen Militarisierung verbunden.
Am Anfang sagte ich, der Beginn der Katastrophe jährt sich. Sie dauert schließlich seitdem an, wie nicht zuletzt die russischen Angriffe auf den Sarkophag der den Tschernobyl-Reaktor einschließt und die Bilder der brennenden Schutzhülle erst kürzlich verdeutlicht haben. Atomkatastrophen geschehen nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt, sie beginnen und dauern nach menschlichem Ermessen ewig an. Atomstromproduktion ist nicht nachhaltig – sie ist immer ein erhebliches Risiko. Weil sie unmittelbar mit Aufrüstung und der Möglichkeit eines Atomkrieges verbunden ist, aber eben auch, weil in einer Welt der eskalierenden bewaffneten Konflikte und Kriege jeder Atommülltransport und jedes Atommüllager eine attraktive Zielscheibe für die Zerstörungswut kriegführender Akteur*innen darstellt.
Wir rufen dazu auf, gegen die anstehenden Castor-Transporte nach Brokdorf und Ahaus aktiv zu werden und weder Atomanlagen noch Atomwaffen widerstandslos hinzunehmen. Erinnern heißt kämpfen!
Am Mittwoch verkündete der Oberbürgermeister der Stadt Kiel Ulf Kämpfer in einer sehr kurzfristig angekündigten Info-Veranstaltung in der Halle400, dass eine Absichtserklärung zwischen der Stadt Kiel und der Bundeswehr über die Zukunft des MFG-5 getroffen worden ist. Danach soll ein Großteil des Geländes wieder zurück an die Bundeswehr. Für die ursprünglich geplante städtebauliche Entwicklung bleibt kaum noch Platz übrig. Auch die viel genutzte Wegeverbindung wird durch den militärischen Sperrbereich geschluckt. Aber nicht nur das. Zusätzlich soll auch der bereits vorhanene Stützpunkt im Stadtteil Wik erweitert und dafür erhebliche Flächen an die Bundeswehr abgetreten werden. Darunter auch der Schleusenpark, in dem es derzeit eine öffentliche Aussichtsplattform auf die Kanal-Schleusen und die Förde gibt.
Aber: Noch muss die Ratsversammlung zustimmen. Für uns bleibt es dabei – das MFG-5 Gelände bleibt zivil! Die Menschen die auf dem Gelände wohnen sollen bleiben dürfen! Der Jugendtreff und der Skatepark bleiben! Der Wagenplatz Schlagloch bleibt! Und auch wir bleiben! 🦊 Während der Staat weiter auf Aufrüstung und Militarisierung setzt, setzen wir auf eine solidarische Gemeinschaft von unten. Haltet die Augen offen für weitere Ankündigungen und bleibt aktiv für Frieden, Mitbestimmung und Freiräume. 🕊️
📅 In diesem Sinne hier einige anstehende Termine:
24.04.: Klimastreik von FFF Kiel
26.04.: „Bass statt Bundeswehr“ vom Schlagloch & Werwolf-Spieleabend beim Baumhaus
30.04.: Planungstreffen des Bündnis für bezahlbaren Wohnraum im Leuchtturmladen
02.05.: Mitmachworkshop „Kriegsschäden sichtbar machen“ auf dem MFG-5
Heute Vormittag paradierte die NATO durch die Kieler Förde. Mit dabei: etwa 1.500 türkische Soldat*innen auf den Fregatten „Istanbul”, „Oruçreis”, dem Versorger „Derya” und dem Drohnenträger und amphibischen Angriffsschiff „Anadolu”. Während sie sich durch den Nebel schoben, begrüßten wir sie gut sichtbar mit einer unmissverständlichen Botschaft: „Defend Rojava, for kurdish Autonomy!“
Wir wehren uns dagegen, dass dem türkischen Militär hier in Kiel durch die NATO eine gigantische Werbefläche geboten wird. Denn neben den Kriegsspielen des Manövers, geht es hier auch darum, Drohnen, wie sie auf der „Anadolu” stationiert sind, zu verkaufen; Drohnen, die fast baugleich in Syrien gegen Kurd*innen eingesetzt werden.
Erdoğan unterstützt maßgeblich die syrische Regierung unter Ahmed Al-Sharaa und ihre Truppen, die seit Wochen Rojava massiv angreift. Al-Sharaa, der früher für al-Qaida kämpfte, will seinen Machtanspruch gegenüber den kurdischen, aktuell autonom agierenden Gebieten durchsetzen. Seit er Ende 2024 die Herrschaft in Damaskus übernommen hat, führt sein Regime immer wieder brutale Angriffe und Massaker gegen religiöse und ethnische Minderheiten, wie etwa den Drusen oder Alawiten, durch.
Als Teil des NATO-Manövers „Steadfast Dart 2026” werden die Schiffe am 14. Februar wieder auslaufen. Zusammen mit der spanischen „Castilla”, wird die „Anadolu” Truppen von See aus bei Putlos anlanden. Von solchen Fähigkeiten träumt die deutsche Marine seit Jahren. Immer wieder war der Bau ähnlicher Landungsschiffe im Gespräch.
Zunächst wird die deutsche Marineinfanterie jedoch aufgerüstet und auf den „maritimen Jagdkampf” neu ausgerichtet. Ganz und gar nicht neu ist dabei der Name, der für die Einheit gewählt wurde: Seebataillon. Unter diesem Namen waren Angehörige der Kaiserlichen Marine u.a. an der äußerst brutalen Niederschlagung des sogenannten „Boxeraufstands” und am Genozid an den Herero und Nama maßgeblich beteiligt. Als Teil der Kolonialtruppen war das Seebataillon eine wesentliche Stütze des deutschen Imperialismus.
Aktuell sind eine Vergrößerung der Truppe von derzeit etwa 1.500 auf 2.000 Soldat*innen und bis zu 100 neue Kampfboote geplant – und die brauchen Platz. Diesen sollen sie auf dem ehemaligen MFG-5 Gelände finden, weshalb die Bundeswehr die Stadt Kiel bedrängt, es zu verkaufen. Die Verhandlungen laufen noch, doch zeichnet sich ab, dass die Ratsversammlung dem Verkauf zu den Bedingungen der Bundeswehr zustimmen wird. Es zeigt sich mal wieder, wer in Kiel die Politik bestimmt: Marine und Rüstungsindustrie.
Kiel muss sich endlich seinem kolonialen und imperialen Erbe stellen. Krieg und Kolonialismus begannen und beginnen hier. Dekoloniale Kämpfe von hier aus zu unterstützen, darf sich nicht darin erschöpfen, sich der Geschichte von Gewalt, Unterdrückung und Ausbeutung nur bewusst zu sein. Wir müssen dafür sorgen, dass forbestehende ungleiche Machtverhältnisse zerschlagen werden. Dazu gehört auch, die zunehmende Militarisierung von Kiel aufzuhalten und abzubauen. Lasst uns deshalb den Voßbrook nicht der Bundeswehr überlassen, sondern als Ort für alle erhalten. Wir sagen: Freiräume statt Kasernen! Marine aus der Förde drängen!
Dieses Ziel verbindet uns solidarisch mit der kurdischen Bewegung in Rojava. Sie steht für Selbstbestimmung, Demokratie, Gleichberechtigung von Frauen und ethnische und religiöse Vielfalt – aber auch für Widerstand, gegen den Terror des sogenannten ‚islamischen Staates‘ und den der derzeitigen syrischen Regierung.
Widerstand heißt Leben! Berxwedan Jîyan e!
Eurem Grau setzen wir die Farben Rojavas entgegen!
Gestern trafen wir uns zu einer offenen Lesebühne, bei der alle Menschen etwas vorlesen oder auch nur zuhören konnten. Dabei malten wir auch ein paar süße Bilder von Füchsen und frechen Hasen aus. Tee und Snacks, wie herrlich saftige selbstgemachte Zimtschnecken, sorgten für extra viel Gemütlichkeit.
Als erstes wurde ein kleines Märchen auf Platt vorgelesen. Spontan sang ein Mensch dann noch ein plattdeutsches Lied über einen listigen Fuchs.
Es folgten die Gedichte „Der Glockenturm“ und – dem Sozialdemokraten Ulf Kämpfer gewidmet – „Der Revoluzzer“ von Erich Mühsam. Der Lyrik Mühsams gelingt es, mit wenigen Worten viel mehr auszudrücken und dabei noch humor- und gefühlvoll zu sein.
Die utopische Kurzgeschichte „The Ones who walk away from Omelas“ von Ursula K. Le Guin sorgte für angeregte Gespräche über ethische Aspekte von Aktivismus, politischen Kämpfen und über die Rolle von Gemeinschaft darin. Besonders beschäftigte uns die Bedeutung von Verantwortung und Verlässlichkeit in Gemeinschaften; und die Frage, welche Abhängigkeiten in unserer Gesellschaft bestehen, inwiefern sie uns einschränken, ob und wie sie zu überwinden sind oder ob wir sie sogar brauchen.
In einem Ausschnitt aus Kurt Tucholskys „Deutschland, Deutschland über alles“ ging es um eine tiefe Verbundenheit zu Orten und Land, die ganz ohne Nationalismus und Patriotismus auskommt.
Zum Schluss lauschten wir der satirischen Fabel „Der Bär als Statthalter“. Sie handelt von drei Bären, die als Kolonialbeamten in Sibirien walten. Das Verhalten der Tiere wirft dabei Fragen über die Willkür und den Sinn und Unsinn von Herrschaft auf.
Wir hatten einen wunderbaren gemeinsamen Abend, der am Ende doch viel zu schnell vorbei ging. Wir danken auch vielmals den netten Menschen, deren (beheizte 😉) Räumlichkeiten wir freundlicherweise nutzen durften!
Heute haben wir wieder einige gemeinsame Stunden am Baumhaus verbracht. Mittlerweile können wir dafür auch die (fast) regendichte und weitestgehend gedämmte Hütte nutzen!
Zunächst haben wir nun, nachdem die dicke Schneedecke geschmolzen und der Boden wieder sichtbar geworden ist, das Gelände nach Müll abgesucht und fleißig gesammelt. Mit Eimern, Tüten und Greifern bewaffnet durchstreiften wir bei bestem Wetter das Gelände – dabei kamen einige Eimer an Böllerresten, Schreckschusspatronen, Verpackungsmüll, Glasflaschen und sonstiges zusammen. Gleichzeitig bot dies eine gute Gelegenheit, mit den vielen, vielen Menschen ins Gespräch zu kommen, die im Voßbrook unterwegs waren. Fast alle waren gegen den Verkauf an die Bundeswehr, fragten sich aber auch, ob und wie das noch verhindert werden kann. Unsere Antwort: gebt nicht auf, werdet laut und bringt euch auf eure Weise und mit euren Wünschen in den Protest ein. Ihr seid nicht allein mit eurem Wunsch nach Veränderung! Zusammen schaffen wir’s! Und übrigens: nicht wenige waren sowohl gegen den Verkauf, als auch die von der Stadt vorgesehene Bebauung – zumindet in der von ihr geplanten Form. Alle lieben den Freiraum, den das ehemalige MFG-5 Gelände derzeit bietet.
Danach haben wir die Feuertonne angemacht, Teewasser aufgesetzt und gemeinsam den ‚Day of the Forest Defender‘ gestaltet. Am 18.01.2023 wurde ‚Tortuguita‘, nicht binär und Waldverteidigerin, von einem Polizisten im Zelt sitzend erschossen. Tort hatte einen venezulanischen Background und kämpfte im Weelaunee-Forest (Atlanta, Georgia/USA) gegen die Pläne, dort eine riesige Übungsstadt für die Polizei zu bauen @stopcopcity. Die Aktivistinnen machten mit ihren Baumhäusern und ihrem Protest auf die lange Geschichte des Waldes aufmerksam – darauf, dass die indigene Gemeinschaft der Muscogee Creek von dort vertrieben wurde, dass danach eine Plantage errichtet wurde, auf der Sklavinnen zur Arbeit gezwungen wurden, dass danach Gefängnisinsassinnen dort ebenfalls Zwangsarbeit leisten mussten. Vor allem aber ging es darum, der Nutzung von 300 Hektar des Waldes durch die Polizei im Weg zu sein.
Insbesondere BIPoC [also Schwarze und indigene Menschen und andere von Rassismus betroffene Menschen] sind von (tödlicher) Polizeigewalt betroffen – und trotzdem entschied sich Tortuguita dafür, in vorderster Reihe gegen diese Gewalt zu kämpfen und sich schützend vor den Wald zu stellen. Um an Tort und an andere Menschen zu erinnern, die Bäume und Wälder verteidig(t)en und die dabei ihr Leben verloren, ins Gefängnis mussten oder während Räumungen durch Polizeigewalt verletzt wurden, wurde der #dayoftheforestdefender ins Leben gerufen.
Neben dieser, wurden heute am Feuer noch einige andere Geschichten erzählt. Zum Beispiel die von Leonard Peltier, der als Native American dem American Indian Movement (AIM) zur Verteidigung der indigenen Bevölkerung und ihres Landes beitrat. In einem sehr umstrittenen Prozess wurde er 1977 zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er in einer Schießerei zwei FBI-Agenten erschossen haben soll, nachdem diese ins Pine-Ridges-Reservat (‚South Dakota‘) gewaltsam eingedrungen waren. Die vom FBI vorgelegten Beweise gelten jedoch als gefälscht und selbst der damals ermittelnde Staatsanwalt sprach sich später für die Aufhebung des Urteils aus.
Auch in ‚Russland‘ werden indigene Aktivisten, wie der Chante Sergej Kechimov, vom Staat gewaltsam drangsaliert, wenn sie gegen die umweltzerstörende Öl- und Gasförderung und gegen den russischen Imperialismus Widerstand leisten. Sergej hat als traditioneller Rentierzüchter und Schamane mehrere Familienmitglieder und Mitstreiter*innen an die staatliche Gewalt verloren. Nach zahlreichen, kraftzährenden Gerichtsverfahren, starb er 2024 an Krebs – sehr wahrscheinlich eine Folge der Ölförderung, die Land und Wasser vergiftet hatte. Eine medizinische Versorgung wurde ihm aufgrund seines Aktivismus verwehrt.
Auch von der gewaltvollen Räumung der Baumhausbesetzung in Flensburg 2020/21 wurde erzählt. Von Securitys, die Bäume ansägen und damit Menschenleben gefährden und von traumatischen Folgen durch (sexistische) Polizeigewalt bei der Räumung.
Wir lasen ein Grußwort vom @zimmibleibt23 und einen Text über Sebastien und Remi aus Frankreich. Sebastien kam bei einer Ankettaktion gegen einen Castortransport (Anti-Atom) von Frankreich nach Deutschland ums Leben. Remi verlor sein Leben im Kampf gegen das Sivens-Staudamm-Projekt durch eine Polizeigranate.
Und natürlich wurde auch vom Hambi erzählt. Von Elf, welchers sich während der eigenen schweren Tumorerkrankung dazu entschied, im Wald zu sein und mehrfach unter massiver Polizeigewalt räumen zu lassen, anstatt sich auszuruhen und zu therapieren. Elfs Tod und vor allem dessen Umstände hängen eng zusammen mit dem Vorgehen der Polizei. Von ‚Sonne’/Steffen, der mit seiner Kamera Polizeigewalt und Räumung dokumentieren wollte und der dabei tödlich verunglückte. Von seinen Mitstreiterinnen und ihrem Schmerz, weil die Polizei trotzdem weiter räumte und teils Menschen in Gewahrsamszellen voneinander abschnitt und Raum für Trauer und Gemeinschaft beschränkte. Von Aktivistinnen, die sich dem kurdischen Befreiungskampf in Rojava anschlossen, und nie mehr zurückkehrten, weil sie dabei ihr Leben ließen.
Während dem Erzählen und Vorlesen wurden Kerzen entzündet und Gedenkschilder aufgestellt.
Nebenbei gab es noch leckeres Essen von der Küfa (Küche für alle) und im Feuer gebackene Sandwiches.
Wir nehmen all die Erinnerungen an vergangene Kämpfe mit und tragen sie in unseren Herzen, wenn wir weiterkämpfen. Ihr seid nicht vergessen, eure Schmerzen, Trauer, Wut sind nicht vergessen – lasst uns nicht vergessen und lasst uns weiter machen dort, wo manche von uns nicht weitermachen können.
Stück für Stück, Balken für Balken wächst unsere Besetzung!
Dank euren gespendeten Baumaterialien und eurer Mitarbeit konnten wir gestern drei neue Sitzbänke sowie das Grundgerüst für eine Hütte bauen! Nun können wir noch gemütlicher gemeinsam am Feuer sitzen und diskutieren, singen und Ideen spinnen für einen Vossbrook ohne Bundeswehr und eine Welt ohne Kriege und Militarismus! Außerdem konnten wir das Baumhaus weiter dämmen und es gemütlich für kalte Tage machen.
Zwischendurch gab es ein leckeres festliches Weihnachtsessen – Sojabraten im Blätterteig mit Rotkohl und Bratensauce und dazu Tee, was wir auf den neugebauten Sitzgelegenheiten genießen konnten.
Wir freuen uns schon auf die nächsten Projekte!
Auf unserer Wunschliste stehen nun auch Fenster für die Hütte – bringt sie gerne vorbei oder meldet euch bei uns, wenn ihr noch was rumfliegen habt und selbst nicht mehr braucht 🙂
Vom Vossbrook bis zur Waterkant – MfG5 bleibt in aller Hand !
Bei bestem Sonntagswetter fanden sich am 2.11.25 mehr als 75 Menschen bei den besetzten Bäumen nahe der Förde auf dem MFG5-Gelände zusammen, um gemeinsam gegen den Verkauf an die Bundeswehr zu protestieren.
Die Kundgebung begann am frühen Nachmittag mit einem Redebeitrag, der von zwei der Besetzer*innen direkt aus dem Baumhaus gehalten wurde. Parallel dazu kletterten weitere Besetzis oben in den Bäumen, hängten Flaggen und Transpis auf oder spielten unten am Boden Musik über eine Box.
Außerdem gab es noch viele weitere spannende Redebeiträge vom Wagenplatz Schlagloch, dem wilden Wald Hamburg, dem Bündnis für bezahlbaren Wohnraum l, Netzwerk antirassistische Aktion Kiel, Perspektive Solidarität Kiel, der Antifajugend Kiel und einem Bewerber auf den jungen Rat in Kiel aus Holtenau. Sie alle betonten die Wichtigkeit des Geländes für die Allgemeinheit – für bezahlbare Wohnungen, für unabhängige und kreative (Wohn)kultur, als Freiraum für Jugendliche und als Ort, der auf vielfältige Art und Weise von so vielen genutzt wird: Zum Spazierengehen, Fahrradfahren, Baden, Windsurfen.
Auch die bundesweite gegenwärtige Entwicklung in Richtung Militarisierung und Aufrüstung wurde kritisiert. Statt noch mehr Raum für die Bundeswehr und für Kriegsindustrie, die es in Kiel ohnehin schon zuhauf gibt, statt Wehrpflicht und Sozialkahlschlag, brauchen wir Raum zum Leben, für gegenseitige Fürsorge und für ein solidarisches Miteinander.
Zwischen den Redebeiträgen konnten die Anwesenden leckeres Essen und warme Getränke von der Küfa aus dem Stadtteilladen Anni Wadle genießen und einen Blick auf den blauen Himmel über der Kieler Förde werfen. Auch einige Menschen aus der Nachbar*innenschaft beteiligten sich an der Kundgebung, an vorbeiziehende Passant*innen wurden fleißig Flyer verteilt und das Gespräch gesucht.
Dass so viele Leute zur Kundgebung gekommen sind, stimmt uns positiv: Der Kampf um das MFG5-Gelände nimmt an Fahrt auf! Neben dem Baumhaus gibt es schon länger so viele andere Menschen und Gruppen, die sich auf verschiedenen Wegen für den Erhalt des Geländes einsetzen. Bringt euch ein und seid weiter laut – gegen Militarisierung, für ein solidarisches Kiel für alle!