Bei bestem Sonntagswetter fanden sich am 2.11.25 mehr als 75 Menschen bei den besetzten Bäumen nahe der Förde auf dem MFG5-Gelände zusammen, um gemeinsam gegen den Verkauf an die Bundeswehr zu protestieren.

Die Kundgebung begann am frühen Nachmittag mit einem Redebeitrag, der von zwei der Besetzer*innen direkt aus dem Baumhaus gehalten wurde. Parallel dazu kletterten weitere Besetzis oben in den Bäumen, hängten Flaggen und Transpis auf oder spielten unten am Boden Musik über eine Box.
Außerdem gab es noch viele weitere spannende Redebeiträge vom Wagenplatz Schlagloch, dem wilden Wald Hamburg, dem Bündnis für bezahlbaren Wohnraum l, Netzwerk antirassistische Aktion Kiel, Perspektive Solidarität Kiel, der Antifajugend Kiel und einem Bewerber auf den jungen Rat in Kiel aus Holtenau. Sie alle betonten die Wichtigkeit des Geländes für die Allgemeinheit – für bezahlbare Wohnungen, für unabhängige und kreative (Wohn)kultur, als Freiraum für Jugendliche und als Ort, der auf vielfältige Art und Weise von so vielen genutzt wird: Zum Spazierengehen, Fahrradfahren, Baden, Windsurfen.

Auch die bundesweite gegenwärtige Entwicklung in Richtung Militarisierung und Aufrüstung wurde kritisiert. Statt noch mehr Raum für die Bundeswehr und für Kriegsindustrie, die es in Kiel ohnehin schon zuhauf gibt, statt Wehrpflicht und Sozialkahlschlag, brauchen wir Raum zum Leben, für gegenseitige Fürsorge und für ein solidarisches Miteinander.
Zwischen den Redebeiträgen konnten die Anwesenden leckeres Essen und warme Getränke von der Küfa aus dem Stadtteilladen Anni Wadle genießen und einen Blick auf den blauen Himmel über der Kieler Förde werfen. Auch einige Menschen aus der Nachbar*innenschaft beteiligten sich an der Kundgebung, an vorbeiziehende Passant*innen wurden fleißig Flyer verteilt und das Gespräch gesucht.
Dass so viele Leute zur Kundgebung gekommen sind, stimmt uns positiv: Der Kampf um das MFG5-Gelände nimmt an Fahrt auf! Neben dem Baumhaus gibt es schon länger so viele andere Menschen und Gruppen, die sich auf verschiedenen Wegen für den Erhalt des Geländes einsetzen. Bringt euch ein und seid weiter laut – gegen Militarisierung, für ein solidarisches Kiel für alle!

